Bericht

Der Test hat mir wieder neuen Aufschwung gegeben

Dazu müsste ich mich einer Gehörtherapie unterziehen. Ich habe mich dann nach gründlicher Überlegung dazu entschlossen, das auch durchführen zu lassen. Ich wusste nicht was da alles geschieht und ich war auch sehr skeptisch. Ich habe mich dann doch entschlossen, mich bei einer terzo-Gehörtherapie in Jena anzumelden. Die Anmeldung erfolgte und mein erster Termin war am 20.10.2016 in Jena "Neugasse". An diesem Tag wurde mir eine gute Beratung angeboten, alles erklärt und ich wurde für das Training vorbereitet. Es wurde mir gesagt, dass die Dauer des Trainings sich bis 14 Tage erstreckt. Erfreut war ich darüber gar nicht, aber mir war meine Gesundheit sehr wichtig und dass mir geholfen werden kann. Ich bekam fünf Termine, die ich genau einhalten musste. Das Training musste ich bei mir zu Hause. Dazu bekam ich einen CD-Spieler, Trainingshörgeräte und das Wichtigste: ein "Trainingshandbuch" mit nach Hause. Mein Wohnort ist 25 km von Jena entfernt, also brauchte ich immer jemanden, der mich fahren musste (habe selbst kein Auto). Es war für mich in meinem Alter keine leichte Aufgabe, manche Tage auch sehr schwer.
Ich habe den Test 14 Tage lang bei mir zu Hause jeden 1 Stunde mit 7 Aufgaben durchgeführt (Aufgabe erledigt, nachgesprochen, gehört, gemerkt und notiert)!
Auch das logische Denken war gefragt. Diese Ergebnisse mussten dann jeden Tag ins Trainingshandbuch eingeschrieben werden.
Nach einer Woche musste das Ergebnis in Jena kontrolliert werden und dazu gab es noch einen Zwischenbericht. Anschließend folgten die nächsten sieben Tage mit den gleichen und noch schwierigeren Aufgaben bis zum Trainingsende.

Verlauf des Trainings
Trainingsanfang, Zwischenbericht, Trainingsende und Optimierung
Die Trainingsaufgaben waren oft sehr schwer, ich habe versucht das Beste daraus zu machen und auch zu hören! Hätte ich alles gehört, dann hätte ich bestimmt noch besser reagieren können.

Nach dem Training
Die im Trainingshandbuch aufgeführten Aufgaben kann jeder Mensch verstehen, auch wenn das Gehör geschädigt ist und man kann dabei viel lernen!

Was war das Beste?
Für mich war das Lesen von Texten das Beste. Dabei lernt man viel, testet seine Sprache, lernt sich nicht zu versprechen und hört sich sprechen!
Wenn schnelle Sätze gesprochen werden, muss man doppelt gut hören, sonst kann man sich das nicht merken!
Das Kreuzworträtselspiel war auch gut, die Wörter müssen fehlerfrei gesprochen und geschrieben werden und müssen in die richtige Spalte.
Das Nenner der Zahlen war für mich etwas Leichtes, manchmal habe ich es allerdings nicht richtig gehört.

Mir fehlt das gute Hören!

Zusammenfassung des Trainings
Das Training hat mir geholfen und ich würde es allen Menschen empfehlen, die ein geschädigtes Hörorgan haben, diesen Test zu machen. Es ist aber die Entscheidung jedes einzelnen Menschen!
Der Test hat mir wieder neuen Aufschwung gegeben und ich hoffe, dass ich mit meinen neuen Hörgeräten noch ein paar Jahre motiviert bleibe und mit den Geräten umgehen kann!

Patientin: Inge Gotter, 75 Jahre, Rodameuschel