Betroffenen helfen

Hörgeräte haben noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen

Während eine Brille heutzutage keine fragenden Blicke mehr auf sich zieht, haben Hörgeräte leider noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen. Daher wird der Umgang mit einem schlechten Hörvermögen weitestgehend tabuisiert. Betroffene akzeptieren eher eine Einschränkung im Alltag, anstatt Hörgeräte zu tragen. Sie fürchten, dass sie dann als alt, schwach und hilfsbedürftig wahrgenommen werden und ihr Umfeld negativ reagiert. 

Dabei können Hörschäden durch eine Hörhilfe und ein vorgelagertes Hörtraining mittlerweile gut behandelt werden. Und je früher eine Hörminderung erkannt wird, umso besser lassen sich Hörschäden behandeln. 

Zivilisationslärm ist schädlich für unser Gehör

Längst tritt Schwerhörigkeit nicht nur im Alter auf. Sie ist in einer Zeit, in der der Zivilisationslärm das Gehör permanent belastet, längst auch Thema bei jungen Menschen oder Berufstätigen. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die unter einer Hörstörung leiden, hat sich nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in den vergangenen 24 Jahren verdoppelt. 

Betroffenen helfen: Verständnis zeigen

Sie kennen in Ihrem Bekannten- oder Familienkreis jemanden, der schlecht hört, es aber nicht zugibt? Dann zeigen Sie Verständnis, nehmen Sie Ängste und erläutern Sie die Vorteile eines Hörgerätes. Weisen Sie darauf hin, was ein Hörtraining dazu beitragen kann, das individuelle Hörerlebnis mit Hörgeräten zu verbessern. Bieten Sie Ihre Unterstützung an, gehen Sie gemeinsam zu einem Hörakustiker oder dem HNO-Arzt und helfen Sie bei der Auswahl eines Hörgerätes.