Demenz

Demenz-Verlauf

Wer bei Demenz nicht gleich an Hören denkt, sollte kurz innehalten. Beide können in einem engen Zusammenhang stehen. Lässt das Gehör nach, ziehen sich die Betroffenen immer mehr zurück. Die Folgen: Das Gehirn gewöhnt sich zunehmend daran, dass das Gehör nachlässt, was die Hörminderung weiter beschleunigt. Gleichzeitig führt der Mangel an akustischen Reizen und die soziale Isolation dazu, dass die kognitive Leistungsfähigkeit stetig zurückgeht. Denn die geistige Fitness muss trainiert werden. Geschieht dies nicht, erhöht sich die Demenz-Gefahr. 

Experten gehen sogar davon aus, dass eine nicht versorgte Altersschwerhörigkeit der Hauptrisikofaktor für Altersdemenz und Altersdepression ist. So erkranken Menschen mit leichter, moderater und schwerer Schwerhörigkeit 2-,3- beziehungsweise 5-mal öfter an Demenz als Menschen, deren Gehör intakt ist.

Schwerhörigkeit frühestmöglich erkennen

Um Demenz vorzubeugen, ist es daher wichtig, eine Schwerhörigkeit so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Deshalb sollten Sie bei den ersten Anzeichen einer Hörminderung auf jeden Fall einen Hörakustiker oder einen HNO-Arzt aufsuchen und einen Hörtest machen. Denn ein aktives Leben, in dem der Kontakt mit anderen uns und unser Gehirn anregt und fit hält, ist der beste Schutz vor Demenz aufgrund von Altersschwerhörigkeit.