Hörsturz

Hörsturz, was ist das?

Wenn plötzlich deutliche Hörprobleme auftreten, spricht man von einem Hörsturz. Betroffene nehmen die Geräusche ihrer Umgebung nur noch „dumpf“ wahr, so als hätten sie Watte im Ohr. Meist tritt der Hörsturz nur bei einem Ohr auf. Zusammen mit dem Ohrinfarkt kann auch ein Tinnitus auftreten. Die Ursachen sind vielfältig und abschließend noch nicht geklärt. In der Regel stehen sie in einem engen Zusammenhang mit einer Durchblutungsstörung des Innenohres. Auslöser dafür können sein: Stress, Probleme der Wirbelsäule, eine Virusinfektion, die das Innenohr geschädigt hat, aber auch eine bakterielle Infektion aufgrund einer Mittelohrentzündung oder einer Borreliose. Zudem ist es möglich, dass ein erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck oder ein hoher Nikotingenuss sowie das Heben von zu schweren Lasten zu einem Ohrinfarkt führen.

Hörsturz, was kann ich tun?

Auf die leichte Schulter nehmen dürfen Sie einen Hörsturz nicht. Wer unter einer plötzlichen Hörstörung leidet, sollte umgehend einen HNO-Arzt aufsuchen. Einige Hörstürze heilen zwar spontan aus, in den meisten Fällen ist jedoch eine Hörsturz-Therapie notwendig. Liegt eine Entzündung vor, ist oftmals eine Behandlung mit einem Kortison-Präparat erforderlich. Wenn es sich um einen symptomatischen Hörsturz handelt, wird ein Virustatikum bzw. ein Antibiotikum verabreicht. In vielen Fällen ist es zudem anzuraten, dass Sie auch zu einem Facharzt eines anderen Bereiches gehen, um beispielsweise Ursachen wie Bluthochdruck oder einen zu hohen Cholesterinspiegel zu behandeln. Da Stress oft Auslöser für einen Hörsturz ist, sollten die Betroffenen unbedingt kürzertreten.